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 In Season – Rote Bete

In Season – Rote Bete

Fotos: Jan-Peter Westermann
Rezept: Julia Luck
Text: Regine Smith Thyme


Knallrot und lecker: Superfood Rote Bete


Ich konnte Rote Bete schon immer gut leiden. Als ich klein war, habe ich mit meiner Schwester vor Ostern hartgekochte Eier im Rote-Bete-Sud gefärbt (wegen des natürlichen Farbstoffs Betanin mussten wir Einweghandschuhe tragen). Seit ich groß bin, esse ich Rote Bete mit dem allergrößten Genuss. Am liebsten roh als Carpaccio, im Salat oder als Rote-Bete-Ingwer-Möhren-Powersaft, ganz frisch gemixt z. B. auf dem Hamburger Isemarkt. Aber auch als Ofengemüse, Sorbet, Dessert oder Beilage, in Suppen oder Eintöpfen ist das kräftige, süß-herbe Aroma extrem köstlich. Dank der wertvollen Vitamine und Mineralstoffe gehört das Multitalent zu den gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Dies vorweg. 

Neulich hat unser bester Freund Charles wieder einmal für uns gekocht. Üblicherweise kommt dann Risotto auf den Tisch, was große Klasse ist, schließlich ist er der top Risotto-Koch. Diesmal gab es – zum ersten Mal – Rote-Bete-Risotto. Eine blutrote, undefinierbare Pampe. Charles verfolgte jeden unserer Bissen mit stolz blitzenden Augen. Ganz offensichtlich schmeckte es ihm selbst supergut. Uns ganz und gar nicht. Doch wir waren tapfer und spülten jeden Happs mit einem großen Schluck Riesling runter. Ich weiß nicht, warum, aber seine Risottos mit Kürbis, Trüffel oder Pilzen sind immer eine Wucht.

Lieber Charles, wenn du dies liest, sei nicht sauer auf uns! Wir lieben dich und dein Risotto – unter einer Bedingung: Solltest du uns wieder mal mit den (möglichst) kleinen, zarten Roten Rüben (oder ihrer gelben bzw. weißen Geschwister) vom Markt beglücken wollen, was bis März ja der Fall sein kann, dann wünschen wir uns bitte, bitte das köstliche Carpaccio von unten. 

Zubereitung:

Für den Karamell den Zucker in einer Pfanne schmelzen und goldgelb karamellisieren. Kümmel einrühren, die Masse auf ein Backpapier streichen und erkalten lassen. Nach dem Festwerden fein hacken.

Rote Bete putzen, schälen und auf einer Mandoline in sehr feine Scheiben hobeln. Die Scheiben auf einer Salatplatte ausbreiten, mit Salz und Pfeffer würzen. Rucola waschen, trocken schleudern und verlesen. Grobe Stiele entfernen und den Salat auf der Roten Bete verteilen.

Ziegenkäse zerbröseln, Walnüsse grob hacken, beides auf dem Carpaccio verteilen.

Essig und Öl mit einem Schneebesen zu einer dicken Emulsion verquirlen und das Carpaccio damit beträufeln. Zum Schluss den gehackten Karamell darüber streuen und servieren.

Tipp: Statt Rucola kann man auch ein paar frische, schöne Rote-Bete-Blätter (in feine Streifen geschnitten) verwenden!

Wer keine rohe Rote Bete mag, kann die Knollen auch zuerst kochen oder im Backofen knapp garen und dann in Scheiben schneiden!

Rote-Bete-Carpaccio mit karamellisiertem Kümmel, altem Balsamico und Ziegenkäse
Zutaten:

  • 3 EL brauner Zucker

  • 2 EL Kümmelsaat

  • 2 mittelgroße Rote Bete

  • Salz, Pfeffer

  • 1/2 Bund Rucola

  • 100 g gereifter Ziegenkäse (Rolle)

  • 20 g Walnüsse

  • 3 EL guter Aceto balsamico

  • 4 EL sehr gutes Olivenöl


In Season – Maronen

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