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In Season – Maronen

In Season – Maronen

Fotos: Jan-Peter Westermann
Rezept: Julia Luck
Text: Regine Smith Thyme


Köstliche Kastanie


Anfang November war ich in Lissabon. An zig Ecken gab es Maroni-Stände – es rauchte, brizzelte und duftete. Das Paradies. Ich weiß, Esskastanien, Maronen oder Maroni sind nicht jedermanns/fraus Sache, aber meine schon. Deshalb musste ich ca. sieben Mal eine Tüte haben. Natürlich war ich gierig und habe mir Finger und Lippen verbrannt. Egal, das nussig-süßliche Aroma, das sich beim Garen entwickelt, ist göttlich! 

Die Esskastanie zählt übrigens zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Von Kleinasien aus verbreitete sie sich bis nach Portugal. In manchen Regionen war sie Hauptnahrungsmittel. Die Römer transportierten Esskastanien und Wein in die Pfalz, um dort, wie es heißt, die Truppen mit dem »Brot der Armen« zu versorgen und mit Wein bei Laune zu halten. Seit damals gedeihen »Keschde«, wie man hier sagt, im südlichen Pfälzer Wald und entlang der Deutschen Weinstraße. Ab Ende September, Anfang Oktober fallen die reifen Früchte von den Bäumen, die lederartigen, stacheligen Hüllen platzen auf – Zeit zum Keschdesammeln. Im Bergell z. B. werden luftgetrocknete Maroni von Hand zu Mehl gerieben. Auf Korsika verwendet man Kastanienmehl für Suppe und Polenta und seit Mitte der 1990er sogar zum Brauen von Bier. Maronen sind gesund. Sie enthalten weniger Fett als andere Nüsse, dafür viel Kalium und Magnesium, Vitamin C und B-Vitamine. Nun muss man natürlich nicht bis nach Lissabon fliegen, um in den Genuss zu kommen. Auch hier im Norden gibt es jetzt geröstete Kastanien für unterwegs – und für zu Hause das Rezept für süß-salzig karamellisierte Maronen …

Zubereitung:

Maronen kreuzweise einritzen und im Ofen bei 200°C ca. 20–30 Min. rösten. Etwas  abkühlen lassen und aus den Schalen lösen.

(schnelle Alternative: gegarte, vakuumierte Maronen aus dem Supermarkt verwenden)

Zucker in einer weiten Pfanne schmelzen und mit dem Zimt goldbraun karamellisieren. Dann mit Orangensaft und Brühe ablöschen, aufkochen und köcheln lassen, bis sich der Karamell gelöst hat. Maronen zufügen und so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit etwas reduziert ist. Kalte Butter einrühren, bis die Soße gebunden ist und schön glänzt. Sofort servieren.

Als Beilage zu herzhaften Braten, Rotkohl oder Strudel geeignet!

Süß-salzig karamellisierte Maronen:

  • 500 g frische Maronen

  • 100 g brauner Zucker

  • 1 Stange Zimt

  • 50 ml Orangensaft

  • 200 ml Gemüsebrühe

  • 1 EL kalte Butter

 


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