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Crew loves food - Leonie und Patrick

Crew loves food - Leonie und Patrick

Fotos: Antine Yzer
Text: Patrick Schwanz / Leonie Kantratowicz
Rezepte: Patrick Schwanz / Leonie Kantratowicz


Verschlafen drücke ich auf Snooze und drehe mich noch einmal um mit dem Wissen, dass mich der nächste Wecker in spätestens 20 Minuten noch einmal wachklingeln wird. Und wenn der es nicht schafft, weiß ich, dass zumindest Leonie mich aufwecken kann. Sozusagen mein Backup-Wecker.

Heute ist es ohnehin nicht so wichtig aus den Puschen zu kommen, denn ich kann sie gleich anbehalten. Antine kommt mit ihrem Freund Ilja vorbei und wir fotografieren Leonies und mein Lieblingsrezept.

Man könnte meinen ich hätte was Südländisches, so oft wie ich das schon gehört habe. Dabei komme ich nur aus ‘ner ziemlich südlichen Ecke Deutschlands, vom schönen Bodensee. Da Italien nicht wirklich weit entfernt war, verbrachten meine Eltern, mein kleiner Bruder und ich dort oft unseren Urlaub. Seitdem hat sich der Geschmack von Pizza, wie heruntergetropfter Käse auf dem Backofenboden, in meinen Kopf eingebrannt.

Die beste Pizza gibt´s natürlich aus dem Steinofen! Doch bevor ich mir meinen eigenen in den Garten stellen kann, muss ich mit den Mitteln einer normalen Küche klarkommen.

Anfangs ärgerte ich mich noch, dass der Pizzaboden immer zu durchgeweicht war und man die Pizza nur mit Gabel und Messer essen konnte. Doch nach einigen Versuchen und Tipps gelingt sie mir nun so, wie ich mir eine homemade Backofen-Freestyle-Pizza vorgestellt habe. Der Trick für einen knusprigen Boden ist, den Teig aus 50:50 Weizen- und Dinkelmehl zu machen und – ganz wichtig – man stellt das Blech im Ofen mit Ober -Unterhitze auf den Ofenboden. Man muss die Pizza beim Backen etwas im Auge behalten, aber danach wird der Pizzaboden schön knackig. Wenn man nicht die Möglichkeit hat das Backblech auf den Boden zu stellen, kann man sich behelfen, indem man einen Esslöffel Hartweizengrieß auf dem Backblech verteilt, bevor man den Teig darauf legt. Ist wahrscheinlich nicht die feine italienische Art. Doch am wichtigsten für eine Pizza ist die investierte Zeit und Liebe. Der Teig muss mindestens zwei Stunden gehen und so lang sollte auch die Tomatensauce vor sich hin köcheln.

Und weil ich zum Glück ja nicht alleine wohne und man zu einer guten Pizza auch immer einen leckeren Nachtisch braucht, erklärt euch Leonie, was es mit ihrem Lieblingsrezept auf sich hat…



Ich bin ein Süßmaul. Schon immer gewesen, keine Schokolade, kein Stück Kuchen und kein Keks dieser Welt sind vor mir sicher. Herauszufinden, wo meine Mama die silberne Truhe der Pandora mit dem verbotenen Zeug versteckt, war das Erste, das ich als Kind lernte. Gut, Laufen und auf’s Töpfchen gehen waren sicher auch irgendwo vorn mit dabei.

Eine Backliesel bin ich ebenfalls. Keine fünf Minuten, nachdem Mama daheim den Handmixer anschmiss, stand ich auch schon neben ihr, die viel zu lange Schürze um die Hüften, die Zuckertüte in der Hand und den Finger im Teig. Meine Kindheit riecht nach Vanille und Zimt, Schokolade und Mandel, Orange und Kardamom. Und wenn es eine Sache gibt, die mir sofort die Nostalgie ins Herz und das Grinsen ins Gesicht schießen lässt, dann ist es definitiv Apfelkuchen.

Für mich schmeckt er nach Sommer im Garten und Sommersprossen auf den Wangen, Geburtstagen auf der Terrasse, die warmen Steine unter den nackten Füßen, Familie. Er schmeckt nach Zuhause.

In Hamburg habe ich in fast zwei Jahren noch kein einziges Mal einen Apfelkuchen gebacken. Vielleicht habe ich mich dazu noch nicht genug zuhause gefühlt. Seit Patrick und ich unsere Knuddel-Wg im schönen Eimsbüttel haben, ist das anders. Und beim aufgeregten Leuchten in seinen Augen, als ich die Worte “Ich könnte auch einen Apfelkuchen backen” äußere, kann ich einfach nicht widerstehen. Er würde es nicht oft zugeben, aber Patrick ist auch ein kleiner Süßzahn.

Natürlich backe ich nach dem Rezept meiner Mama. Die hat es von Oma. Also ein Familienrezept, wie es im Backbuche steht. Arbeitet man beruflich den lieben langen Tag mit Essen und Schweinereien, lernt man aber doch noch den ein oder anderen Kniff dazu. Heute gibt’s also eine leicht abgewandelte Version.

Wichtig ist, die Zutaten zunächst auf Zimmertemperatur zu bringen (das hilft bei den meisten Rührkuchen), also stelle ich alles schon einige Zeit vor dem Backen raus. Den Vanillezucker habe ich übrigens selbst gemacht – das benötigt zwar ein paar Wochen Vorlaufzeit, lohnt sich aber umso mehr. Dafür braucht es lediglich, und niemand hätte es ahnen können, weißen Zucker sowie ein paar ausgekratzte Vanilleschoten. Steckt man beides zusammen in ein luftdicht-verschlossenes Glas, schüttelt mal kräftig und hat danach ungefähr zwei Wochen Geduld, gibt’s zur Belohnung super homemade Vanillezucker und ein paar Awesome-Points auf der Foodie-Skala.

Wer möchte, kann auch etwas frisch gepressten Zitronensaft zum Teig geben. Das bringt eine lecker säuerliche Note, die sehr gut zu den Äpfeln passt. Hier eignen sich am besten Äpfel wie Jonagold, Boskop oder Cox – nicht allzu saftig, aber auch nicht zu mürbe und leicht säuerlich. In meinem Fall waren es ein paar schöne Elstar-Äpfel aus dem Alten Land und die waren mindestens genauso gut. Die Menge kann man natürlich nach Herzenslust variieren. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar zusätzlichen kleingeschnittenen Äpfeln, die unter den Teig gehoben werden?

Mittlerweile haben wir Patricks unfassbar leckere Pizza im wahrsten Sinne des Wortes weggeknuspert. Stattdessen sitzt jetzt der Kuchen im Ofen und irgendwie riecht es plötzlich… nach Zuhause :)


Zubereitung

Hefe, Zucker und lauwarmes Wasser vermengen und in vorgeformter Mulde im Mehl gehen lassen. Salz dazugeben und mit Knethaken verkneten. Mit angefeuchtetem Küchenhandtuch bedecken und 2h an einem warmen Ort gehen lassen. Am besten ohne Zugluft.

Aus der Schüssel nehmen und kurz durchkneten. Mit etwas Mehl dünn ausrollen und auf das Blech legen.

 

Die Basilikumblätter abzupfen und waschen. Die Pinienkerne ohne Fett kurz in der Pfanne anrösten. Parmesan klein schneiden. Alles miit Öl in einen Mixer geben und pürieren.

 

Knoblauch und Zwiebel schälen und klein schneiden. Im Topf mit Olivenöl und Butter bei mittlerer Stufe erhitzen. Knoblauch und Zwiebel zufügen und mit Tomatenmark anschwitzen. Chiliflocken, Basilikum und Oregano zufügen. Parmesan hobeln, dann mit braunem Zucker und Dosentomaten zufügen. Das Ganze dann ca 1,5 h bei niedriger Stufe köcheln lassen und dann mit Pfeffer und Salz abschmecken.

 

Tomatensauce auf dem ausgerollten Teig verteilen. Mozzarella in Scheiben darauf legen und darüber die Pilzscheiben verteilen. Das grüne Pesto in kleinen Kleksen verteilen und dann den Parmesan darüber reiben. Für ca 15-20 Minuten bei 220°C auf den Backofenboden stellen. Gelegentlich nachschauen, nicht dass der Pizzaboden anbrennt.

Fertig ist meine Lieblingspizza.

Meine bisher beste Backblech-Pizza
Zutaten

Für den Teig:

  • 150g Weizenmehl/550er

  • 150g Dinkelmehl/630er

  • 200ml lauwarmes Wasser

  • 10g frische Hefe

  • ½ TL Zucker

  • 2  TL Salz

 

 

Für die Sauce:
Im Sommer (Juni-September) lieber frische Tomaten. Aber im Winter Dosentomaten, da sie deutlich aromatischer sind.

  • 300g Dosentomaten

  • 3 EL Tomatenmark

  • 1 EL Olivenöl

  • 100g Parmesan

  • 1 EL Butter

  • 3 Knoblauchzehen

  • 2 Zwiebeln

  • 1 Bund Frischer Basilikum

  • 2 EL Oregano

  • 1 TL Brauner Zucker

  • Salz + Pfeffer

  • 1 TL Chiliflocken

 

Für das Pesto:

  • 100g Pinienkerne

  • 100g Parmesan

  • 50  g Frischer Basilikum

  • 150ml Olivenöl

 

Für den Belag:

  • 300g Champignons

  • 300g Mozzarella

  • 50g   Parmesan


Zubereitung

Den Ofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Springform (hier 20cm Ø) mit etwas Butter einfetten.

Die Butter, den Zucker und den Vanillezucker schaumig rühren. Anschließend die Vanille-Paste nach Geschmack hinzugeben. Die Zitrone heiß abwaschen und mit der Reibe etwas Schale in den Teig reiben.

Wer möchte, gibt auch ein wenig frisch gepressten Zitronensaft dazu und reibt ein bisschen frischen Ingwer in den Teig.

Nun die Eier nacheinander hinzugeben und diese jeweils für eine Minute unterrühren. Es sollte eine helle, recht schaumige Masse entstehen. In einer zweiten Schale Mehl, Backpulver, Salz und ein wenig Zimt mischen und anschließend in den Teig sieben. Kurz unterrühren, bis alles gerade so vermischt ist. Sollte der Teig zu fest sein, etwas Milch hinzugeben.

Den Teig in die gefettete Springform geben. Die Äpfel schälen, vierteln und von Stiel und Kerngehäuse befreien. Nun die Apfelviertel an der Außenseite der Länge nach einritzen und oben auf den Teig setzen. Leicht andrücken. In die Lücken zwischen den Apfelvierteln können kleinere Apfelstücke gesetzt werden, diese dann auch einritzen.

Bevor der Kuchen für ca. 45min in den Ofen kommt, noch kleine Butterflocken auf die Apfelstücke geben und alles mit ein wenig Zimt und etwas Zucker bestreuen. Nach dem Rausnehmen den noch heißen Apfelkuchen erneut mit Zucker (braun und/oder Vanillezucker) sowie Zimt bestreuen.

Apfelkuchen oder Ein kleines Stück Zuhause

Zutaten

  • 125g weiche Butter

  • zusätzlich etwas Butter zum Einfetten

  • 150g braunen Zucker

  • Vanillezucker (selbstgemacht oder ein Päckchen aus dem Supermarkt)

  • etwas Salz

  • 200g Mehl

  • 2 Eier

  • 2 gestrichene TL Backpulver

  • Zimt

  • 1 Bio Zitrone

  • 1 Ingwer-Knolle

  • Vanille-Extrakt oder -Paste

  • etwas Milch

  • ca. 3-6 Äpfel (je nach Größe der Äpfel und der Springform)

 

nach Bedarf etwas Sahne oder Vanilleeis zum Servieren

Tipp: Je nach Größe der Backform variiert das Vehrältnis von Äpfeln zu Teig – da ich nur eine kleine Springform habe, kommt der fertige Apfelkuchen mit verhältnismäßig viel Teig und weniger Äpfeln daher. Meine Mama backt mit 26cm Ø, so gibt es “mehr” Apfel in jedem Kuchenstück. Aufgepasst: Wird die Backform größer, muss die Backzeit ebenfalls verlängert werden.


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